Argentinien vernichtet zehnköpfige Schweizer und bereitet das Blockbuster-Halbfinale der FIFA-Weltmeisterschaft gegen England vor
⚡ Kurzzusammenfassung
Julian Alvarez schoss ein atemberaubendes Tor, als Argentinien sich am Sonntag nach Verlängerung mit 3:1 gegen die zehnköpfige Schweiz durchsetzte und so ein köstliches WM-Halbfinale gegen den Erzrivalen England vorbereitete.
Julian Alvarez schoss ein atemberaubendes Tor, als Argentinien sich am Sonntag nach Verlängerung mit 3:1 gegen die zehnköpfige Schweiz durchsetzte und so ein köstliches WM-Halbfinale gegen den Erzrivalen England vorbereitete.
Die Fans der südamerikanischen Mannschaft dominierten die Tribünen in Kansas City und feierten bereits in der 10. Minute, als ihr Held Lionel Messi den Führungstreffer von Alexis Mac Allister vorbereitete.
Mitte der zweiten Halbzeit glich die Schweiz durch Dan Ndoye aus, doch Minuten später kam es zur Katastrophe, als Embolo vom Platz gestellt wurde, nachdem er wegen Simulation eine zweite Gelbe Karte erhalten hatte.
Das Spiel ging in die Verlängerung und die Schweiz wehrte eine Angriffswelle nach der anderen ab, bis Alvarez in der 112. Minute einen atemberaubenden Schuss ins obere Eck schoss.
Lautaro Martinez sorgte mit einem späten dritten Treffer für Glanz.
Der hart erkämpfte Sieg der Männer von Lionel Scaloni im Arrowhead Stadium bedeutet, dass die vier besten Teams der FIFA-Rangliste im Halbfinale des Turniers 2026 antreten werden.
Argentinien ist nun in den letzten 12 WM-Spielen ungeschlagen und versucht, als erstes Team seit Brasilien im Jahr 1962 seinen WM-Titel zu behalten.
Die Südamerikaner überstanden die Gruppenphase, kämpften jedoch gegen Kap Verde und brauchten ein spektakuläres Comeback gegen Ägypten.
Das Spiel am Sonntag war eine weitere Zermürbungssache gegen eine Schweizer Mannschaft, die zum ersten Mal das Halbfinale einer Weltmeisterschaft erreichen wollte.
Argentinien ging mit seinem ersten Torschuss in Führung, als Liverpools Mittelfeldspieler Mac Allister zwischen Djibril Sow und Embolo hochkletterte und einen Kopfball ins lange Eck schoss.
Messi war der Vorbereiter nach einer Ecke und steigerte seine Assistenzanzahl bei sechs Weltmeisterschaften auf zehn.
Mit acht Toren liegt er außerdem gemeinsam an der Spitze der Golden Boot-Wertung, gleichauf mit dem französischen Stürmer Kylian Mbappe, doch am Sonntag traf er nicht.
Der Schweizer hatte Mühe, einen Gegenschlag zu erzielen, hatte aber nach einer halben Stunde eine gute Chance, als Torhüter Emiliano Martinez schnell von seiner Linie abkam und Embolo parierte.
Argentinien schaffte es vor der Pause nicht, erneut ein Tor zu erzielen, und die Schweiz überholte den Weltmeister.
Das Spiel hatte zu Beginn der zweiten Halbzeit Schwierigkeiten, in Schwung zu kommen, aber die Männer von Murat Yakin kamen ihrer Aufgabe entgegen und erhielten in der 67. Minute ihre verdiente Belohnung, als Ndoye nach einem klugen Ball von Ricardo Rodriguez ins Tor schoss.
Fünf Minuten später schoss sich die Schweiz selbst ins Bein, als Embolo, der in der ersten Halbzeit verwarnt worden war, sich zu Boden warf und nach einem VAR-Check vom Platz gestellt wurde.
Als die Uhr ablief, köpfte Mac Allister am Tor vorbei und Messi verfehlte das Tor knapp, doch die Schweiz konnte die Verlängerung erzwingen.
Auch in der ersten Halbzeit der Verlängerung konnten sie ständige Angriffe abwehren.
Doch Argentinien brach schließlich den mutigen Widerstand der Schweiz mit Alvarez‘ magischem Moment, der von der gesamten Mannschaft gefeiert wurde, die wenige Minuten später nach Martinez‘ Treffer wieder auf dem Platz stand.
Jetzt werden sich die Gewinner der Herausforderung widmen, am Mittwoch in Atlanta gegen England anzutreten, nachdem die Männer von Thomas Tuchel am Samstag zuvor Norwegen mit 2:1 besiegten.
Die Geschichte der Spiele zwischen England und Argentinien ist gespickt mit Brennpunkten auf dem Spielfeld, denen ein anhaltender Souveränitätsstreit über die Falklandinseln im Südatlantik gegenübersteht, die auf Spanisch Malwinen genannt werden.
Nach dem Einmarsch argentinischer Truppen entsandte Großbritannien 1982 eine militärische Taskforce, um die Inseln zurückzuerobern.
Vier Jahre später sicherte sich Argentinien im Estadio Azteca einen 2:1-Sieg über England durch Tore von Diego Maradona – zum einen das berüchtigte „Hand of God“-Tor und zum anderen ein umwerfender Alleingang, der als einer der besten aller Zeiten gilt.
Die Mannschaften standen sich seit 1986 zweimal bei Weltmeisterschaften gegenüber – Argentinien siegte 1998 im Elfmeterschießen, während England vier Jahre später die Revanche schaffte.
← Zurück