Ailsworth, Cambridgeshire: Es ist schwer genug, den Haubenkuhweizen zu finden, es wäre sogar noch schwieriger, wenn es nicht einen weitsichtigen Wärter gäbe Schon vor 7 Uhr morgens drückt die Hitze. Ich bin früh zu meiner jährlichen Pilgerreise zu einer örtlichen Kolonie des Haubenkuhweizens, Melampyrum cristatum, aufgebrochen. Auf beiden Seiten des schmalen Weges stehen Orchideen zwischen den Gräsern, überragt vom blassrosa Blütenschaum der Baldrianblüten, deren Duft mich immer an Zuckermandeln erinnert. Von einer Eiche aus rufen Tauben sanft. Um meine Stiefel herum zischen Heuschrecken und Grillen und springen zur Seite. Dazwischen ist zu meiner Aufregung ein Gewirr von Tausenden von Pflanzen, die mit Matten wilder Lakritze drängeln. Die Blüten erweisen besondere Aufmerksamkeit – weiche, primelfarbene Röhren mit plüschigen Mündern, übereinander gestapelt, im Alter errötend magentafarben, jeweils in einem violetten Deckblatt gehalten, elegant gebogen und scharf gezähnt. Dies ist das Wappen, das der Pflanze sowohl ihren gebräuchlichen als auch ihren wissenschaftlichen Namen gibt. Weiterlesen...