Die Regierung schafft ein System zur Erkennung von Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten und Impfstoffen
⚡ Kurzzusammenfassung
Der Gesundheitsminister Alexandre Padilha bei einem Besuch in Ribeirão Preto, SP Valdinei Malaguti/EPTV Seltene Reaktionen auf Impfstoffe, unerwartete Nebenwirkungen von Medikamenten und andere mögliche Anzeichen von Risiken werden nun von einer neuen, vom Gesundheitsministerium geschaffenen Stelle überwacht.
Der Gesundheitsminister Alexandre Padilha bei einem Besuch in Ribeirão Preto, SP
Valdinei Malaguti/EPTV
Seltene Reaktionen auf Impfstoffe, unerwartete Nebenwirkungen von Medikamenten und andere mögliche Anzeichen von Risiken werden nun von einer neuen, vom Gesundheitsministerium geschaffenen Stelle überwacht.
Das National Medicines Monitoring Center (CNMM), das durch eine an diesem Freitag (12) veröffentlichte Verordnung eingerichtet wurde, wird bei der National Health Surveillance Agency (Anvisa) angesiedelt sein und die Aufgabe haben, unerwünschte Ereignisse zu analysieren, Sicherheitswarnungen auszugeben und bei Bedarf die Annahme regulatorischer Maßnahmen zu unterstützen.
Das Gremium wird das Land auch im globalen Pharmakovigilanz-Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vertreten, das Meldungen über unerwünschte Ereignisse von mehr als 100 Ländern zusammenfasst, um seltene oder unerwartete Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Medikamenten und Impfstoffen aufzudecken.
Aussetzung des Butantan-Dengue-Impfstoffs: Was sind die nächsten Schritte?
Was ändert sich
Obwohl Anvisa bereits Pharmakovigilanz-Aktivitäten durchgeführt hat, formalisiert die neue Verordnung die nationale Struktur, die für die Konzentration dieser Aktivitäten verantwortlich ist, und stärkt die Integration des Landes in das internationale Überwachungssystem.
Zu den Aufgaben des Zentrums gehören:
Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit Medikamenten und Impfstoffen identifizieren;
Datenbanken und regelmäßige Analysen unerwünschter Ereignisse entwickeln;
Sicherheitssignale verwalten;
Übermittlung brasilianischer Meldungen an das globale Netzwerk der WHO;
Verbreitung von Warnmeldungen, Bulletins und Berichten an Angehörige der Gesundheitsberufe;
Regulierungsmaßnahmen vorschlagen, wenn Risiken für die Bevölkerung festgestellt werden.
Der Text legt außerdem fest, dass das Nationale Immunisierungsprogramm (PNI) als Mitarbeiter des neuen Zentrums bei der Überwachung der sogenannten „Events Supposely Attributable to Vaccination or Immunization“ (Esavi) fungieren wird, die technische Bezeichnung für Ereignisse, die nach der Anwendung von Impfstoffen aufgezeichnet wurden.
Zusammenhang mit der Impfdebatte
Die Veröffentlichung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema Impfstoffsicherheit wieder in den Mittelpunkt der Diskussionen im Bereich der öffentlichen Gesundheit gerückt ist.
Diese Woche betonten Gesundheitsbehörden und Experten die Bedeutung von Überwachungssystemen nach Diskussionen über unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit Dengue-Impfstoffen. Obwohl das Auftreten schwerwiegender Reaktionen als selten gilt, ist die kontinuierliche Überwachung dieser Fälle eine der Säulen für die Beurteilung des Zusammenhangs zwischen einem Gesundheitsereignis und einer Impfung.
Nach Angaben des Ministeriums bedeutet die Meldung eines unerwünschten Ereignisses nicht zwangsläufig, dass es durch den Impfstoff oder das Medikament verursacht wurde. Das Ziel von Überwachungssystemen besteht darin, große Datenmengen zu sammeln, um Muster zu erkennen, mögliche Zusammenhänge zu untersuchen und gegebenenfalls Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
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