Indien genehmigte am Freitag den Kauf einer Reihe militärischer Ausrüstung für seine Verteidigungskräfte im Wert von 5,46 Milliarden US-Dollar, darunter Raketen, elektronische Kriegsführungssysteme und Kamikaze-Drohnen. Laut einer Regierungserklärung wurde die Übernahme „grundsätzlich“ vom Defense Acquisition Council (DAC) genehmigt, der aus hochrangigen Militäroffizieren besteht und vom Verteidigungsminister geleitet wird. In der Erklärung hieß es, die geschätzten Kosten des Deals würden etwa 520 Milliarden INR betragen. Es wurde nicht angegeben, über welchen Zeitraum die Anschaffungen erfolgen würden oder ob die zum Kauf genehmigten Systeme importiert oder im Inland hergestellt werden. Neu-Delhi hat im letzten Jahrzehnt versucht, seine Abhängigkeit von Russland, seinem traditionellen Hauptlieferanten militärischer Ausrüstung, zu verringern, indem es sich an andere Länder wie die Vereinigten Staaten und Frankreich gewandt und die inländische Produktion gesteigert hat. Der Deal umfasste den Kauf von Anti-Drohnen- und elektronischen Kriegsführungssystemen, Boden-Luft- und tragbaren Panzerabwehrraketen mittlerer Reichweite sowie eines „Jet-basierten Kamikaze-Drohnensystems“ für die indische Armee, sagte die Regierung. Der DAC genehmigte außerdem die Beschaffung neuer Marineminen, Schiffsdrohnen und einer Testanlage zur Stärkung der Seeverteidigung und zur Verbesserung der Überwachungsfähigkeiten. Indien plante außerdem den Kauf einer unbemannten Höhenflugplattform für die Luftwaffe, die zur Informationsbeschaffung und Fernerkundung eingesetzt werden soll. Das aktuelle Verteidigungsbudget Neu-Delhis beträgt 85 Milliarden US-Dollar. Ein viertägiger Konflikt mit dem nuklear bewaffneten Rivalen Pakistan im vergangenen Jahr machte deutlich, dass Delhi seine Verteidigungsfähigkeiten verbessern muss. Indien drängt auch auf eine rasche Modernisierung seiner Marine mit Blick auf den wachsenden Einfluss Pekings auf den wichtigsten Schifffahrtsrouten im Indischen Ozean. Im Dezember begann Neu-Delhi mit der Bestellung von mindestens 75 Schiffen und U-Booten, die meisten davon im Inland gebaut. Hochrangige Beamte stimmten Anfang des Jahres dem Kauf von Verteidigungsausrüstung im Wert von 39 Milliarden US-Dollar zu, darunter auch Rafale-Jets aus Frankreich.