Brasilien entwickelt ab 2029 einen obligatorischen Bremssensor für Autos
⚡ Kurzzusammenfassung
Forscher von Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen der Automobilbranche entwickeln hier in Brasilien einen nationalen Sensor für automatische Bremssysteme, der ab dem 1.
Forscher von Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen der Automobilbranche entwickeln hier in Brasilien einen nationalen Sensor für automatische Bremssysteme, der ab dem 1. Januar 2029 in allen hergestellten Fahrzeugen Pflicht sein wird.
Bei der Technologie handelt es sich um einen Radarsensor namens Adas-System, ein Akronym für „Advanced Driver Assistance Systems“. Dieses System erhöht die Fahrzeugsicherheit, indem es Funktionen wie automatisches Bremsen und Spurhalteassistent ermöglicht.
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Der obligatorische Einsatz von Adas in Autos, die ab 2029 hergestellt werden, ist ein Beschluss des National Traffic Council (Contran), einer dem Verkehrsministerium angeschlossenen Einrichtung.
Die nationale Entwicklung findet im Senai Park in Suape an der Küste von Pernambuco statt. Die Struktur ist eine Art „Technologie-Kindergarten“, der vom National Industrial Learning Service von Pernambuco (Senai PE) unterhalten wird.
Die von Senai PE koordinierte Investition beläuft sich auf 44 Millionen R$ und umfasst unter anderem Institutionen wie die Federal University of Pernambuco (UFPE), die University of Brasília (UnB), Volkswagen und Stellantis (die Gruppe, die 14 Marken besitzt, darunter Fiat, Jeep, Peugeot und Citroën).
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Mehr Sicherheit
Der Direktor für Innovation und Technologie bei Senai-PE, Oziel Alves, erklärt, dass die Sensoren in Verbindung mit Kameras in der Lage sein werden, Hindernisse und andere Fahrzeuge in unterschiedlichen Entfernungen zu erkennen.
„In der Praxis kombinieren automatische Bremssysteme Radar und Kamera, um sicherere Entscheidungen zu treffen“, betont er.
Er führt aus, dass das Radar für die Erkennung vorausfahrender Objekte und die genaue Messung von Entfernung und Geschwindigkeit verantwortlich ist, während die Kamera diese Informationen ergänzt, indem sie die Art des Objekts identifiziert, beispielsweise ein Auto oder eine Person.
„Durch die Integration dieser beiden Informationen ist das System in der Lage, das Kollisionsrisiko umfassender einzuschätzen und autonom die Entscheidung für eine automatische Bremsung zu treffen“, beschreibt er.
Direktor für Innovation und Technologie bei Senai-PE, Oziel Alves. Foto: Senai PE/Disclosure - Senai PE/Disclosure
Alves weist darauf hin, dass dieser Prozess als „sensorische Wahrnehmung und Fusion“ bekannt ist.
„Es erhöht die Zuverlässigkeit des Systems, da es verschiedene Perspektiven kombiniert, um die Wahrnehmung der Umgebung zu verbessern und Fehler zu reduzieren“, fügt er hinzu.
Im Senai Park stehen Entwicklern Ressourcen wie künstliche Intelligenz und digitale Zwillinge (virtuelle Nachbildung eines Objekts oder Systems) zur Verfügung, die es ihnen ermöglichen, Tests und Validierungen zu beschleunigen, ohne sich ausschließlich auf physische Prototypen zu verlassen.
Weniger externe Abhängigkeit
Die Entwicklung eines nationalen Systems ist für das Land eine Möglichkeit, die externe technologische Abhängigkeit zu verringern.
„Durch die lokale Entwicklung von Lösungen wie dem in diesem Projekt vorgeschlagenen Radar erweitert Brasilien sein Know-how (wissen, wie man es macht, auf Englisch) in kritischen Technologien, bildet spezialisierte Fachkräfte aus und schafft eine ausgereiftere technische Basis“, bewertet Alves.
Nach Ansicht des Direktors hat die Entwicklung direkte Auswirkungen auf die Branche, wie etwa „größere Entwicklungsautonomie, schrittweise Senkung der mit Importen verbundenen Kosten und erhöhte Wettbewerbsfähigkeit lokaler Automobilhersteller und Zulieferer“.
Der Präsident des Industrieverbandes des Bundesstaates Pernambuco (Fiepe), Bruno Veloso, stuft die Initiative als „eine Summe der Bemühungen der Automobilindustrie“ ein.
„Wir haben hier Unternehmen und Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zusammen. Nur mit dieser Summe an Wissen sind wir bereit, uns unseren Herausforderungen zu stellen.“
Die Regionaldirektorin von Senai PE, Camila Barreto, bezeichnet die Bemühungen zur Verringerung der externen Abhängigkeit als „tropisierende Technologien“. „Wir haben einen Technologiepark, Senai Park, um all diese Projekte umzusetzen. Dort wird die Lithiumbatterie entwickelt“, sagt sie mit Blick auf die Energiespeicherung, die für die wachsende Flotte von Hybrid- und Elektroautos unerlässlich ist.
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