LAHORE: Die Umweltschutzbehörde von Punjab (EPA) hat am Freitag ihr erstes Skimming-Boot zu Wasser gelassen, das Plastikmüll aus Kanälen und Flüssen entfernen soll – ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung. Das Boot wird als Pilotprojekt im Lahore-Kanal seinen Betrieb aufnehmen und markiert die Einführung einer technologiebasierten Lösung zur Bekämpfung der Wasserverschmutzung in der Provinz. Beamte der EPA Punjab sagten, dass das Skimmboot mit einem an seiner Vorderseite installierten Abfallsammelbehälter eine entscheidende Rolle beim Sammeln schwimmenden Plastikmülls aus Wasserstraßen spielen und die umfassendere Kampagne der Provinz gegen die Plastikverschmutzung unterstützen würde. Sie stellten fest, dass das Pilotprojekt dazu beitragen würde, die Wirksamkeit der Technologie zu bewerten, bevor sie möglicherweise auf andere Kanäle und Flüsse im gesamten Punjab ausgeweitet wird. Die Ankündigung erfolgte während eines Seminars, das am Freitag in Lahore anlässlich des „Plastic Bag Free Day“ stattfand. Der parlamentarische Umweltminister Kanwal Liaqat nahm als Hauptgast an der Veranstaltung teil, während der Generaldirektor (DG) der EPA Punjab, Dr. Imran Hamid Sheikh, Ehrengast war. Das Seminar brachte Regierungsbeamte, Umweltexperten, Industrievertreter, Organisationen der Zivilgesellschaft, Medienpersonal und andere Interessengruppen zusammen. Die Teilnehmer bekräftigten ihr Engagement, die Verwendung verbotener Plastiktüten zu vermeiden und Bemühungen zu unterstützen, Punjab ökologisch nachhaltig zu gestalten. Die Beamten hoben die Erfolge der Anti-Plastik-Kampagne hervor und sagten, mehr als 50.000 Geschäftsinhaber hätten sich verpflichtet, keine verbotenen Plastiktüten zu verwenden. Sie fügten hinzu, dass die Durchsetzungsteams während der Kampagne über 600.000 kg verbotenes Plastik beschlagnahmt und gegen Verstöße Geldstrafen von über 20 Millionen Rupien verhängt hätten. Dr. Sheikh betonte, dass praktische Maßnahmen zur Beseitigung der Plastikverschmutzung unerlässlich seien. Er fügte hinzu, dass die eigentliche Herausforderung nach den Zusagen beginnen werde, da die Verpflichtungen in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden müssten. Er bekräftigte die Entschlossenheit der EPA, verbotene Einweg-Plastiktüten aus Punjab zu verbannen, und sagte, dass die Durchsetzungsteams weiterhin gegen Verstöße in der gesamten Provinz vorgehen würden. Die Generaldirektion sagte, die Kampagne gegen Einwegplastik werde durch technologiegesteuerte und datenbasierte Überwachungssysteme weiter gestärkt, um die Durchsetzung zu verbessern und die Einhaltung sicherzustellen. Er forderte die Bürger auf, auf die Verwendung verbotener Plastiktüten zu verzichten und Umweltschutzinitiativen zu unterstützen. Er wies darauf hin, dass die Punjab Plastic Management Strategy 2023 weiterhin umgesetzt werde und die Registrierung von Herstellern, Verkäufern, Abfallsammlern und Recyclern im Gange sei, um ein effektiveres System zur Verwaltung von Kunststoffabfällen einzurichten. Unterdessen bezeichnete Liaqat die Durchsetzung vor Ort als eine schwierige, aber wesentliche nationale Verantwortung. Sie machte deutlich, dass Umweltverstöße unter keinerlei Druck oder Empfehlung toleriert würden, und drückte ihren Stolz auf die Feldteams der EPA für ihre Bemühungen bei der Durchsetzung von Umweltgesetzen aus. Sie forderte außerdem Bürger, Industrie, Nichtregierungsorganisationen, Medienorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen auf, mit der EPA Punjab zusammenzuarbeiten, um das Ziel zu erreichen, Punjab zu einer plastikfreien Zone zu machen. Das Seminar endete mit der gemeinsamen Zusicherung der Teilnehmer, dass ein plastikfreies Punjab eine gemeinsame Verantwortung sei, die die aktive Beteiligung aller Teile der Gesellschaft erfordere. Der Stapellauf des Skimming-Bootes wurde weithin als bedeutender Meilenstein in den laufenden Bemühungen der Provinz zur Eindämmung der Plastikverschmutzung und zum Schutz ihrer Wasserstraßen und Umwelt angesehen. Die EPA Punjab hat ihre Bemühungen zur Einrichtung plastikfreier Zonen auf den Märkten der Großstädte beschleunigt und im April angekündigt, dass Plastiktüten unter 75 Mikron im Rahmen eines landesweiten Vorgehens gegen die Plastikverschmutzung vollständig verboten würden. Offiziellen Daten zufolge hat die Durchsetzungsmaßnahme der EPA im Jahr 2026 bereits eine starke Eskalation der Maßnahmen gezeigt. Vom 1. Januar bis 27. April führte die Behörde 3.612 Inspektionen durch, beschlagnahmte 937.868 kg Plastiktüten, erließ 189 Bescheide, verhängte Bußgelder in Höhe von 3 Millionen Rupien, versiegelte 26 Räumlichkeiten und registrierte sieben Erstinformationsberichte (FIRs). Beamte glauben jedoch, dass die Durchsetzung zwar intensiviert wurde, der anhaltende Plastikverbrauch in stadtnahen und ländlichen Gebieten jedoch weiterhin eine Herausforderung darstellt.