• FIR wirft rücksichtsloses Fahren vor; Behörden versiegeln Firmenbüro • Die meisten Opfer gehörten KP an • Entschädigung für Verstorbene und Verletzte angekündigt QUETTA: Die Polizei hat eine FIR wegen des tragischen Passagierbusunfalls registriert, bei dem auf der Polizeistation Dhanasar im Bezirk Sherani Dutzende Menschen ums Leben kamen. Der verstorbene Busfahrer Babu Ustad wurde zusammen mit dem Management und den Eigentümern der Mekhtar Bus Company ebenfalls in der FIR nominiert. Der Fall wurde gemäß den Abschnitten 322, 320, 337-G, 279, 427 und 34 des pakistanischen Strafgesetzbuchs auf Beschwerde von SHO Zulfiqar Ali registriert. Die Behörden haben das Büro des Busunternehmens versiegelt und eine Untersuchung zu den Anweisungen von Ministerpräsident Sarfraz Bugti eingeleitet. Die Ermittler haben im Zusammenhang mit dem Vorfall mehrere Personen befragt. Beamte sagten, 26 Opfer seien identifiziert und ihre Leichen in ihre Heimatgebiete überführt worden, während der Identifizierungsprozess für die übrigen Opfer noch andauere. Nach Angaben von Beamten stammten die meisten Verstorbenen aus verschiedenen Bezirken von Khyber Pakhtunkhwa, während einige nach Islamabad und Rawalpindi reisten. KP-Chefminister Sohail Afridi kündigte eine Entschädigung von 2 Millionen Rupien für die Familien der Getöteten und 1 Million Rupien für jeden verletzten Passagier an. Nach Angaben der FIR kam es vor dem Unfall zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Busfahrer und einigen Fahrgästen. Die FIR gibt an, dass zwei Passagiere dem Fahrer gesagt hätten: „Wenn Sie Peshawar erreichen, werden wir Sie nicht verschonen.“ Darin heißt es, der Fahrer sei wütend geworden und habe geantwortet: „Wenn du es sicher nach Peshawar schaffst, kannst du entscheiden, ob du mich verschonst oder nicht.“ Die von einigen verletzten Passagieren geschilderten Gründe für den Streit nennt die FIR jedoch nicht. Nach Angaben des Beschwerdeführers war der Bus der New Mekhtar Company in eine tiefe Schlucht gestürzt, als die Polizei den Tatort erreichte. Zunächst wurden 31 Menschen tot und 17 verletzt aufgefunden. Einer der Verletzten erlag später seinen Verletzungen, so dass sich die Zahl der Todesopfer zu diesem Zeitpunkt auf 32 erhöhte. Die FIR behauptet, Fahrer Babu Ustad habe den Bus vorsätzlich und rücksichtslos in einem wütenden Zustand gefahren und dabei das Leben der Fahrgäste gefährdet. Darin heißt es weiter, dass auch die Eigentümer und das Management des Busunternehmens Verantwortung tragen und in dem Fall im Einklang mit dem Gesetz benannt wurden. Veröffentlicht in Dawn, 5. Juli 2026