Unter dem Motto „Freiheit hat kein Verfallsdatum“ sensibilisiert die Kampagne Violet June 2026 die Bevölkerung für Formen der Gewalt gegen ältere Menschen und ermutigt die Bevölkerung, Fälle zu melden. Nach Angaben des Ministeriums für Menschenrechte und Staatsbürgerschaft (MDHC) wurden zwischen Januar 2024 und April 2026 über den Kanal Dial 100 mehr als 1,6 Millionen Berichte über Gewalt gegen ältere Menschen registriert. Zum Vergleich: Allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 wurden fast 250.000 Meldungen erfasst, im Vergleich zu 209.000 im Vorjahreszeitraum, ein Anstieg von fast 19 %.  Verwandte Neuigkeiten: Das Gemälde verleiht einer Straße in Rio de Janeiro, die von einer tödlichen Operation gezeichnet wurde, eine neue Bedeutung. Fiocruz eröffnet Open Air Gallery mit Fotos von João Roberto Ripper. Brasilien wird über ein Netzwerk zum Schutz der Rechte älterer Menschen verfügen. Hinter den Zahlen verbirgt sich noch immer die Mehrheit der Opfer, die nach Angaben des Ministeriums Verstöße nicht melden, oft aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen. Nach Angaben der Mitarbeiterin des Nationalen Sekretariats für die Rechte älterer Menschen, Mayra Magalhães, gibt es Aufzeichnungen über verschiedene Formen von Gewalt. „Körperliche, psychische Gewalt, finanzielle oder Eigentumsgewalt, Vernachlässigung oder Verlassenheit, sexuelle Gewalt.“ >> Folgen Sie dem Agência Brasil-Kanal auf WhatsApp Laut der Nationalen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (ONDH) sind körperliche und psychische Verletzungen und Fahrlässigkeit die am häufigsten vorkommenden Formen, meist gegen Frauen im Alter zwischen 70 und 74 Jahren. Die Hauptverdächtigen sind Familienangehörige. Mayra Magalhães erklärt, dass die brasilianische Gesetzgebung sowohl verwaltungsrechtliche als auch zivilrechtliche Sanktionen und strafrechtliche Sanktionen für diejenigen vorsieht, die die Rechte älterer Menschen verletzen, und dass die Strafen je nach Schwere von Haft oder Gefängnis bis hin zu Geldstrafen reichen. „Neben den Strafbereichen für Einzelpersonen sieht das Gesetz auch schwere Strafen für Einrichtungen vor, etwa für Pflegeeinrichtungen, die die Rechte älterer Menschen verletzen. Beispiele für Sanktionen sind Geldstrafen, die Schließung der Einrichtung, das Verbot von Vertragsabschlüssen mit öffentlichen Stellen und die Entlassung von Führungskräften.“ Die Warnung weist Opfer oder Zeugen darauf hin, die Meldekanäle zu nutzen. Rufen Sie die Nummer 100 an, die 24 Stunden am Tag besetzt ist und anonyme Meldungen an die Polizeidienststellen, die Staatsanwaltschaft sowie an das Referenzzentrum für Sozialhilfe und das Referenzzentrum für spezialisierte Sozialhilfe erstatten kann.