Die israelische Knesset bringt einen Gesetzentwurf ein, der den Gebetsruf in Moscheen über Lautsprecher verbietet
⚡ Kurzzusammenfassung
Medienberichten zufolge hat die Knesset am Mittwoch einem Gesetzentwurf zugestimmt, der die Übertragung des Gebetsrufs in Israel über Lautsprecher verbieten soll.
Medienberichten zufolge hat die Knesset am Mittwoch einem Gesetzentwurf zugestimmt, der die Übertragung des Gebetsrufs in Israel über Lautsprecher verbieten soll.
Die Zeitung Israel Hayom berichtete, dass die Knesset in ihrer vorläufigen Lesung dem Gesetzentwurf zugestimmt habe, um die Strafverfolgung gegen das zu verschärfen, was sie als „Moscheenlärm“ bezeichnete.
Laut der Zeitung Yedioth Ahronoth wurde der Gesetzentwurf mit 50 zu 36 Stimmen im 120-köpfigen Parlament angenommen.
Der Gesetzentwurf wurde von der Partei Otzma Yehudit unter Führung des nationalen Sicherheitsministers Itamar Ben-Gvir eingebracht und von der Oppositionspartei Yisrael Beiteinu des rechten Politikers Avigdor Lieberman unterstützt.
Rawhi Fattouh, Vorsitzender des Palästinensischen Nationalrats, bezeichnete den Schritt als „Verbrechen“ und „gesetzgeberischen Terrorismus“.
Es sei „ein eklatanter Verstoß gegen die Religions- und Glaubensfreiheit“, sagte Fattouh in einer Erklärung.
Der Gesetzentwurf muss drei weitere Lesungen durchlaufen, bevor er in Kraft tritt.
Nach Angaben des israelischen Senders Channel 14 sieht der Gesetzesvorschlag vor, dass in keiner Moschee eine Tonanlage ohne ausdrückliche vorherige Genehmigung installiert oder betrieben werden darf.
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