JKLF-Chef Mohammad Yasin Malik in 35-Jährigen Mordfall verwickelt
⚡ Kurzzusammenfassung
KASHMIRI-Führer Mohammad Yasin Malik, der seit mehr als vier Jahren wegen Terrorismusvorwürfen in Indien inhaftiert ist, ist nun in den Mordfall einer 36-Jährigen an einer Krankenschwester in Srinagar verwickelt, berichteten indische Medien am Montag.
KASHMIRI-Führer Mohammad Yasin Malik, der seit mehr als vier Jahren wegen Terrorismusvorwürfen in Indien inhaftiert ist, ist nun in den Mordfall einer 36-Jährigen an einer Krankenschwester in Srinagar verwickelt, berichteten indische Medien am Montag.
Malik, der Vorsitzende der Jammu Kashmir Liberation Front (JKLF), wurde von der indischen State Investigation Agency (SIA) als einer von fünf Männern benannt, die wegen der Ermordung von Sarla Bhat, die 1990 getötet wurde, angeklagt wurden.
Die Ermittlungen zu ihrem Mord, die vor einigen Jahren ins Stocken geraten waren, wurden vom ehemaligen Vizegouverneur des von Indien kontrollierten Kaschmir Manoj Sinha wieder aufgenommen, um lokale Interessengruppen zu besänftigen.
Zuvor, im Jahr 2017, hatte der Oberste Gerichtshof Indiens die Wiederaufnahme mehrerer Mordfälle in Kashmiri Pandit mit der Begründung abgelehnt, dass die Massenmorde fast drei Jahrzehnte zurücklagen und es schwierig sei, verlässliche Beweise und Zeugen zu sammeln, berichtete der Indian Express. Im Jahr 2023 wandten sich Pandit-Gruppen aus Kaschmir an Sinha, der die Polizei anwies, eine Liste der Morde aus den 1990er Jahren zu erstellen. Nach Angaben der Hindustan Times wurde der Fall Sarla Bhat anschließend im März 2024 zur erneuten Untersuchung an die SIA übergeben.
Die Ermittler legen eine 737-seitige Anklageschrift vor, in der Yasin Malik und sechs weitere Personen genannt werden, von denen drei inzwischen verstorben sind
In einer Erklärung sagte die SIA, dass die Untersuchung auf mündlichen, dokumentarischen, forensischen, ballistischen, medizinischen und elektronischen Beweisen basiert, die im Laufe der Jahre gesammelt und analysiert wurden.
Neben Malik werden in der 737-seitigen Anklageschrift auch Khursheed Ahmad Chalkoo, Abdul Hamid Sheikh, Ghulam Mohammad Taploo und Mohammad Yousuf Sofi als Angeklagte genannt.
Nach Angaben der Hindustan Times sind drei der Angeklagten inzwischen tot, während Herr Malik seit 2019 im Zusammenhang mit verschiedenen erfundenen Terrorvorwürfen im Tihar-Gefängnis schmachtet.
Veröffentlicht in Dawn, 30. Juni 2026
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