Die Kommunikationsmethode der jüngeren Generation, durch „Stories“, bei denen es sich um 24-Stunden-Posts auf SNS handelt, in aller Stille den Alltag ihrer Bekannten zu verfolgen, erregt Aufmerksamkeit, anstatt Freunde direkt zu fragen: „Wie geht es dir?“ per Smartphone-Messenger. Anstatt ein direktes Gespräch zu führen, erfolgt die passive Kommunikation hauptsächlich dadurch, dass man die Beiträge der anderen Person „beäugt“ und nur Reaktionen wie Herzen oder „Gefällt mir“-Angaben hinterlässt. Es wird interpretiert, dass dies ein Ergebnis der sogenannten „Beziehungsmüdigkeit“ ist, bei der es sich um den Versuch handelt, die emotionale Erschöpfung zu reduzieren, die beim Beginn und Fortführen eines Gesprächs auftritt, ohne die Beziehung loszulassen. Herr A (28), ein Büroangestellter, checkt die neuesten Nachrichten seiner Freunde hauptsächlich über Instagram Stories. Die Anzahl der Direktnachrichten mit der Frage „Wie geht es dir?“ ist deutlich zurückgegangen. Herr A sagte: „Ich werde müde, weil ich das Gespräch fortsetzen muss, wenn ich mit ihm rede, aber es ist praktisch, weil die Geschichte nur Spuren hinterlässt.“ Die Erklärung ist, dass sich die direkte Kommunikation über Messenger wie eine Art Arbeit oder Aufgabe anfühlt. Auf diese Weise werden Geschichten, also Beiträge, die nach 24 Stunden automatisch verschwinden, dazu genutzt, den Alltag von Bekannten zu teilen.