Indigenes Wissen, das dabei hilft, die Artenvielfalt im indigenen Land Panará aufzudecken, ist das Thema eines Seminars in Belém
⚡ Kurzzusammenfassung
Mary-Fan Antonio Ramyllys Das traditionelle Wissen des Panará-Volkes, kombiniert mit Wissenschaft und Technologie, trägt dazu bei, die biologische Vielfalt eines der reichsten Gebiete des Amazonas zu offenbaren.
Mary-Fan
Antonio Ramyllys
Das traditionelle Wissen des Panará-Volkes, kombiniert mit Wissenschaft und Technologie, trägt dazu bei, die biologische Vielfalt eines der reichsten Gebiete des Amazonas zu offenbaren. Die erste Bestandsaufnahme der Fauna und Flora des indigenen Landes Panará zwischen Pará und Mato Grosso wird zwischen dem 18. und 20. Juni im Rahmen eines Seminars an der Bundesuniversität Pará (UFPA) in Belém vorgestellt.
Bisher wurden im Rahmen der Untersuchung 14.823 Tiere aus 602 Arten erfasst, darunter 27 vom Aussterben bedrohte Tiere wie der Zogue-Zogue-Affe und andere als gefährdet eingestufte Tiere wie das Riesengürteltier. Die Studie identifizierte auch Arten, die den Panará nicht bekannt waren, wie etwa die Maria und den Glasfrosch.
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Zusätzlich zu der beträchtlichen Anzahl an Aufzeichnungen zeigte die Untersuchung auch die Anwesenheit von Tieren auf, die als wichtig für das ökologische Gleichgewicht des Waldes gelten, wie etwa Jaguare und Wildschweine. Die Daten unterstreichen die Bedeutung der Erhaltung des Territoriums und zeigen, wie die Überwachung zum Schutz der Artenvielfalt des Amazonas beitragen kann.
Die Arbeit wurde auf der Grundlage eines interkulturellen Forschungsmodells entwickelt, das indigene Forscher und Akademiker zusammenbringt. Die Initiative wird von einer Gruppe von Organisationen geleitet, darunter Conservation International (CI-Brazil), Associação Indígena Iakiô, Rede Xingu+, Instituto Socioambiental (ISA), UFPA, Unicamp und Jardim Botânico do Rio de Janeiro.
Laut Renata Pinheiro, Direktorin des Programms „Indigene Völker und traditionelle Gemeinschaften“ bei CI-Brasilien, war das Wissen der Panará über den Wald entscheidend für die Erweiterung des Verständnisses der Artenvielfalt der Region und die Stärkung von Schutzstrategien. Für sie „zeigt die Erfahrung den Wert der Integration zwischen traditionellem Wissen und Wissenschaft“.
Das Seminar bei UFPA wird das Potenzial dieses Überwachungsmodells zur Unterstützung der Erhaltung anderer indigener Gebiete und vorrangiger Gebiete für die biologische Vielfalt in Brasilien diskutieren. Die Programmierung wird auch von HP Inc. und den universitätseigenen Forschungs- und Erweiterungsprogrammen unterstützt, die von CNPq finanziert werden.
Service
Seminar: Interkulturelle Forschung als Instrument zum Schutz und zur Erhaltung indigener Territorien
Datum: 18. bis 20. Juni
Standort: UFPA, in Belém (PA)
Eintritt: frei
Online-Registrierung
Stream: live auf YouTube von Conservation International
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