Europa feiert die Einigung zwischen den USA und dem Iran, warnt aber vor Atomwaffen Reproduktion/TV Globo Europäische Staats- und Regierungschefs brachten ihre Unterstützung für das an diesem Sonntag (14) zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran angekündigte Friedensabkommen zum Ausdruck, bekräftigten jedoch, dass Teheran keine Atomwaffen entwickeln könne. Das Vereinigte Königreich, Frankreich, Deutschland und Italien haben erklärt, dass sie im Rahmen der Normalisierung der Beziehungen bereit sind, die Sanktionen gegen den Iran aufzuheben. Die vier Länder verteidigten außerdem die dringende Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer strategischen Route für den globalen Ölhandel. Trotz ihrer Unterstützung für das Abkommen hatten die europäischen Staats- und Regierungschefs Vorbehalte. Der britische Premierminister Keir Starmer bekräftigte, dass das Vereinigte Königreich an der Position festhält, dass Iran keine Atomwaffen besitzen sollte. Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, dass das iranische Regime aufhören müsse, ein Faktor der Destabilisierung im Nahen Osten zu sein. Spannungen prägten unterdessen auch die Vorbereitungen für das G7-Treffen. In der Schweiz kam es bei Protesten gegen das Treffen der Gruppe, die einige der größten Volkswirtschaften der Welt vereint, zu Zusammenstößen mit der Polizei. Der Gipfel beginnt an diesem Montag (15) in Evian, Frankreich, einer Stadt nahe der Schweizer Grenze. Der Konflikt im Nahen Osten und die Folgen des Abkommens zwischen den USA und Iran sollten zu den Hauptdiskussionsthemen gehören. Bekanntgabe der Vereinbarung Nach Angaben der Vermittler ebnet die an diesem Sonntag bekannt gegebene Einigung den Weg für Verhandlungen über ein dauerhaftes Friedensabkommen und damit für ein Ende des Krieges. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran sagte, er habe unter der Führung von Ayatollah Mojtaba Khamenei ein Memorandum of Understanding abgeschlossen. Nach Angaben iranischer Staatsmedien sieht das Dokument ein sofortiges Ende der Auseinandersetzungen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, sowie das Ende der von den USA gegen Iran verhängten Seeblockade vor. Die offizielle Nachrichtenagentur des Landes veröffentlichte 14 Punkte des Memos. Der Text wurde jedoch noch von keiner der Parteien offiziell veröffentlicht. In den USA präsentierte das Weiße Haus die Einigung als Sieg für Präsident Donald Trump. Die iranische Regierung hingegen betrachtet die Einigung als Errungenschaft des Regimes. Die Ankündigung wurde von der internationalen Gemeinschaft mit Vorsicht aufgenommen. UN-Generalsekretär António Guterres nannte das Abkommen einen entscheidenden Schritt hin zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Die Ankündigung wurde vom pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif gemacht, einem der führenden Politiker, die an der Vermittlung der Verhandlungen beteiligt waren. In einer Erklärung sagte Sharif, dass die offizielle Unterzeichnungszeremonie des Abkommens für nächsten Freitag in der Schweiz geplant sei. Bis dahin müssen die Mediatoren eine Reihe von Treffen abhalten, um die letzten Details der Vereinbarung zu besprechen. Marktreaktion Die Reaktion erreichte auch die Märkte. Die Öl-Futures-Kontrakte fielen nach der Bekanntgabe der Einigung zwischen den beiden Ländern um rund 4 %. Märkte reagieren auf Einigung zwischen den USA und dem Iran; Europa setzt sich für Verständnis ein und fordert Garantien Reproduktion/TV Globo GloboPop: Klicken Sie hier, um Videos von der Fantástico-Bühne anzusehen Hören Sie sich Fantástico-Podcasts an DAS IST FANTASTISCH Der Isso É Fantástico-Podcast ist auf g1 und den wichtigsten Podcast-Apps verfügbar und bietet großartige Berichte, Recherchen und faszinierende Podcast-Geschichten mit dem Fantástico-Journalismus-Siegel: Tiefe, Kontext und Information. Folgen, liken oder abonnieren Sie Isso É Fantástico auf Ihrem Lieblings-Podcast-Player. Jeden Sonntag gibt es eine neue Folge.