Am 12. April 2026 ging eine Ära zu Ende – Viktor Orban hörte auf, ungarischer Ministerpräsident zu sein. Nach 16 Jahren wurde er von Peter Magyar an der Macht abgelöst. Einige Journalisten werteten dies als Zeichen der schwächelnden Position der Rechten in Europa. Doch der bulgarische Politikwissenschaftler Ivan Krastev ist mit einer solchen Einschätzung nicht einverstanden. In einem Text für das amerikanische Magazin Foreign Affairs schreibt er, dass Orbáns Niederlage paradoxerweise die Position der Rechten in Europa stärken könnte. Gleichzeitig werden sie sich nun mit ziemlicher Sicherheit immer weiter von Russland und den Vereinigten Staaten entfernen. „Medusa“ erzählt Krastevs Text nach.