LAHORE: Ein Richter gewährte am Mittwoch vier Verdächtigen, darunter dem Verwandten einer hochrangigen politischen Persönlichkeit, im mutmaßlichen Entführungs- und Vergewaltigungsfall, an dem zwei ausländische Frauen beteiligt waren, Polizeigewahrsam für weitere fünf Tage. Nach Ablauf der zuvor gewährten fünftägigen Untersuchungshaft wurden die Verdächtigen dem Richter des Kantonsgerichts vorgeführt. Während der Anhörung beantragte die Staatsanwaltschaft eine Verlängerung der Untersuchungshaft und teilte dem Gericht mit, dass DNA- und Fingerabdrucktests der Verdächtigen durchgeführt worden seien. Ein Staatsanwalt teilte dem Gericht mit, dass die Polizei noch das mutmaßlich bei der Straftat verwendete Fahrzeug sowie einen Laptop, Bargeld und Waffen, von denen angenommen wird, dass sie mit dem Fall in Zusammenhang stehen, sicherstellen müsse. Anwalt Salman Shahid, der Anwalt von zwei der Verdächtigen, lehnte den Antrag auf weitere Untersuchungshaft ab und argumentierte, dass seine Mandanten keinen Zusammenhang mit den mutmaßlichen Straftaten hätten. Der Anwalt erklärte, dass es sich nach der eigenen Version der Polizei nicht um eine Vergewaltigung oder Entführung handele, sondern mit einem Streit um Kryptowährungen zusammenhänge. Er sagte, die Angelegenheit falle in die Zuständigkeit der Federal Investigation Agency (FIA). Der Anwalt argumentierte weiter, dass einer seiner Mandanten als Sicherheitsbeamter arbeitete und keinen Bezug zur Kryptowährung hatte. Gleichzeitig war der andere in Islamabad beschäftigt und spielte in der Angelegenheit ebenfalls keine Rolle. Er behauptete, dass die Verdächtigen aufgrund der Berichterstattung in den Medien über den Fall verwickelt worden seien. Er behauptete, dass seine Mandanten einem „Medienprozess“ unterzogen würden. Der Anwalt stellte auch den Status eines weiteren Verdächtigen namens „Boss“ in Frage und fragte, ob er trotz seiner Festnahme einem Gericht vorgeführt worden sei. Er argumentierte, dass selbst wenn die Verdächtigen letztendlich freigesprochen würden, der durch die umfassende Medienberichterstattung verursachte Rufschaden irreversibel sei. Nach Anhörung der Argumente beider Seiten verlängerte der Richter die Untersuchungshaft aller vier Verdächtigen um fünf weitere Tage bis zum 13. Juli. Letzte Woche hatte die Polizei fünf Verdächtige wegen mutmaßlicher Entführung und sexueller Nötigung angeklagt, nachdem zwei ausländische Frauen gerettet worden waren. Vier der Verdächtigen, darunter ein enger Verwandter einer hochrangigen politischen Persönlichkeit, wurden festgenommen und später in eine fünftägige Untersuchungshaft geschickt. Am Sonntag teilten Polizeibeamte, die den Fall untersuchen, Dawn mit, dass alle acht Verdächtigen, die im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Entführung und dem sexuellen Übergriff der beiden Frauen nominiert wurden, darunter zwei prominente Personen, festgenommen worden seien. Am Montag wurden die verbleibenden drei Verdächtigen in fünftägige Untersuchungshaft geschickt. Unterdessen verließen die beiden ausländischen Staatsangehörigen Pakistan am 3. Juli nach ihrer Genesung.