KARACHI gehört zu den „am wenigsten lebenswerten Städten der Welt“ und belegt im jährlichen Global Liveability Index 2026 der Economist Intelligence Unit den 170. Platz unter 173 Städten. Die einzigen Städte, die unter Karatschi rangieren, sind Dhaka, Tripolis und Damaskus, während das vom Krieg zerrüttete Teheran (164) und Kiew (166) etwas besser abschnitten. Laut EIU belasten Probleme wie verstopfte Straßen und Kriminalität tendenziell die größten Städte im Index. Das EIU-Ranking, das die Lebensbedingungen in 173 Städten bewertet, bietet einen weltweit anerkannten Maßstab für städtische Lebensqualität und Widerstandsfähigkeit. Es misst Messindikatoren wie Stabilität, Gesundheitsversorgung, Kultur und Umwelt, Bildung und Infrastruktur und quantifiziert die Herausforderungen, die sich für den Lebensstil eines Einzelnen an einem bestimmten Ort ergeben. Mit einer Gesamtpunktzahl (von 100) von 43 – genau wie Algier – schnitt Karatschi in fast allen Kriterien mit Ausnahme der Bildung schlecht ab. Es erreichte 20 Punkte für Stabilität, 54 Punkte für Gesundheitsversorgung, 36 Punkte für Kultur und Umwelt, 75 Punkte für Bildung und 52 Punkte für Infrastruktur. Auch Städte im Nahen Osten, die vom Krieg zwischen den USA und dem Iran betroffen waren, litten in dieser Rangliste, wobei urbane Zentren wie Maskat, Kuwait-Stadt, Doha und Manama mehrere Plätze zurückfielen. Nach einer Reihe iranischer Drohnenangriffe fiel Maskat um 14 Plätze auf den 123. Platz – der größte Rückgang überhaupt. Doha, ein Magnet für Expats, fiel um sieben Plätze auf Platz 108 zurück. Dubai und Abu Dhabi fielen jeweils um vier Plätze auf den 79. bzw. 76. Platz zurück. Unter den lebenswertesten Städten setzte Kopenhagen seinen Spitzenplatz fort, gefolgt von Wien und Melbourne. Vancouver (9) ist die einzige nordamerikanische Stadt in den Top Ten und Tokio (10) war die einzige Megacity. Veröffentlicht in Dawn, 8. Juli 2026