ARBEITER ziehen einen Strommast heraus, der im Bezirk Ghanche in den Fluss gefallen ist. – Foto des Autors GILGIT: Das schnelle Abschmelzen der Gletscher hat die Krise in Gilgit-Baltistan verschärft, da steigende Temperaturen den Wasserabfluss und den Schlammfluss in Flüssen und Bächen stark erhöhen und in flussabwärts gelegenen Gebieten weitreichende Schäden verursachen. Die National Disaster Management Authority (NDMA) hat am Mittwoch eine Glacial Lake Outburst Flood (Glof)-Warnung für die Täler Hoper und Hisper im Distrikt Nagar ausgegeben. Die Behörden sagten, die anhaltende Hitzewelle in Gilgit-Baltistan habe die Gletscherschmelze beschleunigt und zu anschwellenden Flüssen und Bächen geführt. Überschwemmungen und Schlammlawinen beschädigten Verbindungsstraßen, Brücken, Strominfrastruktur, landwirtschaftliche Flächen sowie öffentliches und privates Eigentum in mehreren abgelegenen Gebieten. KKH blockiert, viele Straßen und Brücken beschädigt, da Hitzewelle das Abschmelzen der Gletscher beschleunigt Nach Angaben der Bezirksverwaltung beschädigten steigende Wasserstände in Bächen und Flüssen im Bezirk Ghanche mehrere Verbindungsstraßen und Brücken. Eine Hängebrücke über den Hushe Nallah war überflutet und versperrte den örtlichen Gemeinden den Zugang. Überschwemmungen blockierten auch die Straßen Siachen, Chorbat und Ghowari, obwohl die Straßen Siachen und Chorbat später vorübergehend wieder geöffnet wurden. Der stellvertretende Kommissar Ghanche Waliullah Fallahi sagte, die Situation sei unter Kontrolle und es seien schwere Maschinen eingesetzt worden, um beschädigte Straßen und Brücken wiederherzustellen. Eine Sturzflut blockierte auch den Karakoram Highway (KKH) im Abschnitt Ghoor Hill in der Nähe des Khunjerab-Passes an der pakistanisch-chinesischen Grenze und störte den grenzüberschreitenden Verkehr. Nach Angaben der Polizei blieben zahlreiche Passagiere, darunter in- und ausländische Touristen sowie Frachtfahrzeuge, mehrere Stunden lang festsitzen, bevor der Verkehr wieder aufgenommen wurde. Im Distrikt Ghizer beschädigten Überschwemmungen Häuser, Ernten und Verbindungsstraßen im Dorf Matramdan im Ishkoman-Tal und unterbrachen die Stromversorgung. Die Behörden äußerten sich auch besorgt über den steigenden Wasserspiegel in einem künstlichen See, der durch die Überschwemmungen im letzten Jahr entstanden war, und befürchteten, dass umliegende Häuser überschwemmt werden könnten. Die Flusserosion setzte sich im Dorf Maulaabad fort, wo der Fluss seinen Lauf änderte und in mehrere Häuser eindrang. Der steigende Wasserstand im Ishkoman-Fluss bedrohte auch eine neu gebaute Brücke, die die Dörfer Chatorkhand und Dain verbindet, und veranlasste die Bewohner, sofortige Schutzmaßnahmen zu fordern. Anwohner in flussabwärts gelegenen Gebieten befürchten weitere Glof-Ereignisse und Sturzfluten, da steigende Wasserstände und starke Schlammlawinen weiterhin Leben und Eigentum bedrohen. In der Zwischenzeit gab Rescue 1122 Gilgit-Baltistan eine öffentliche Warnung heraus, dass starke Hitze in Verbindung mit einem westlichen Wettersystem das Abschmelzen der Gletscher beschleunigt habe, was das Risiko von Glofs, Sturzfluten, Erdrutschen und Schäden an Straßen und Brücken erhöht habe. In der Empfehlung wurden Anwohner und Touristen aufgefordert, unnötige Reisen bei schlechtem Wetter zu vermeiden, sich von Flüssen, Bächen, Gletschern und schnell fließenden Gewässern fernzuhalten und in der Nähe von Flussufern nicht zu baden, zu angeln, Selfies zu machen oder Holz zu sammeln. Außerdem wurde davon abgeraten, überflutete Straßen, Abflüsse oder Bäche zu überqueren, und Eltern wurden aufgefordert, Kinder nicht in die Nähe von Flüssen oder anderen gefährlichen Bereichen zu lassen. Die Warnung warnte davor, dass es ohne Vorwarnung zu Überschwemmungen und Gletscherseenausbrüchen kommen könne, und betonte, dass Vorsorge der beste Schutz sei. In ihrer Warnung gab die NDMA an, dass die hydrometeorologischen Bedingungen auf einen erheblichen Anstieg des Flussabflusses im Hisper-Hoper-Nallah-Einzugsgebiet aufgrund steigender Temperaturen und anhaltender Niederschläge hindeuteten. Die Behörde warnte, dass in dem Gebiet die Gefahr einer schnellen Gletscher- und Schneeschmelze, Sturzfluten, Murgängen, schwerer Flussufererosion und Schäden an Straßen, Brücken, Bewässerungskanälen und anderer Infrastruktur bestehe. Es warnte außerdem davor, dass flussabwärts gelegene Gemeinden einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein könnten und dass die Verkehrsverbindungen unterbrochen werden könnten. Die Anwohner forderten die Regierung auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um die gefährdeten Gemeinden flussabwärts vor Glofs und Überschwemmungen zu schützen. Veröffentlicht in Dawn, 2. Juli 2026