Pakistan sei zum ersten Mal ein ständiges Mitglied des Internationalen Olivenrats (IOC) geworden, teilte das Auswärtige Amt (FO) am Montag mit. Nach Angaben des FO übernahm Pakistan seinen Sitz während der 123. Sitzung des IOC in Lissabon, Portugal, an der 27 Oliven produzierende Länder teilnahmen. Eine pakistanische Delegation unter der Leitung der Bundesministerin für nationale Ernährungssicherheit und Forschung Rana Tanveer Hussain vertrat das Land bei dem Treffen. Der Minister informierte die Ratsmitglieder über Pakistans schnell wachsenden Olivensektor und hob die Bemühungen des Landes hervor, eine nachhaltige Olivenproduktion im Kontext des Klimawandels zu fördern, heißt es in der FO-Erklärung. Pakistan bekräftigte außerdem sein Engagement, eine positive und konstruktive Rolle im globalen Olivensektor zu spielen und seine Präsenz auf dem internationalen Olivenmarkt weiter zu stärken. Laut einer Erklärung der Botschaft wurde der Minister von der pakistanischen Botschafterin in Portugal, Aisha Farooqui, begleitet. Während der Sitzung hob Pakistan wichtige Entwicklungen in seinem Olivensektor hervor, darunter die Anpflanzung von mehr als sieben Millionen Olivenbäumen im ganzen Land. Beamte sagten, der Olivenanbau sei derzeit auf 55.669 Hektar Land im Gange und die Olivenansammlungen würden rasch wachsen. Das FO sagte, Pakistan habe in diesem Sektor eine vollständige „Farm-to-Table“-Wertschöpfungskette sowie 51 betriebsbereite Olivenöl-Extraktionsanlagen aufgebaut. Es fügte hinzu, dass moderne Verarbeitungsanlagen, Kindergärten und Wetterstationen sowie vier Labore eingerichtet wurden, die im Einklang mit den IOC-Standards entwickelt wurden. Das Land habe auch die Selbstversorgung mit der lokalen Produktion zertifizierter Olivensetzlinge erreicht, während pakistanisches Olivenöl internationale Anerkennung erlangt habe, heißt es in der Erklärung weiter. Das 1959 gegründete IOC fungiert als zwischenstaatliche Organisation, die eine nachhaltige und verantwortungsvolle Entwicklung des Olivensektors fördert. Es repräsentiert Länder, auf die mehr als 94 Prozent der weltweiten Olivenölproduktion entfallen.