Pinkys langjähriges Drogennetzwerk zielte auf Elitegebiete ab, Studenten: IO
⚡ Kurzzusammenfassung
KARACHI: Der Ermittlungsbeamte (IO) eines Falles gegen die mutmaßliche Kokainhändlerin Anmol Pinky reichte am Montag eine vorläufige Anklageschrift ein, in der er feststellte, dass die Angeklagte in den letzten 16 Jahren in den Drogenhandel verwickelt gewesen sei und dass sie Drogen in Nobelviertel sowie an Universitäten und Schüler geliefert habe.
KARACHI: Der Ermittlungsbeamte (IO) eines Falles gegen die mutmaßliche Kokainhändlerin Anmol Pinky reichte am Montag eine vorläufige Anklageschrift ein, in der er feststellte, dass die Angeklagte in den letzten 16 Jahren in den Drogenhandel verwickelt gewesen sei und dass sie Drogen in Nobelviertel sowie an Universitäten und Schüler geliefert habe.
Die Anklageschrift wurde beim Richter (Süd) eingereicht. Der IO bemühte sich außerdem um Zeit für die Vorlage des Abschlussberichts und erklärte, er warte auf forensische Berichte und Antworten der betroffenen Abteilungen bezüglich der Reisegeschichte der Verdächtigen und der Unterstützung bei den Ermittlungen.
Aufgrund des Fehlens eines Verteidigers vertagte das Gericht die Angelegenheit jedoch auf den 20. Juni.
In der vorläufigen Anklageschrift hat das IO drei Verdächtige – Humaira, Sabra und Aina – mit roter Tinte in Spalte II eingetragen, während drei Verdächtige, Humza, Aqib und Aizaz, mit blauer Tinte in Spalte II eingetragen wurden, da ihr Aufenthaltsort nicht bekannt ist. Mittlerweile sitzen vier weitere Personen, darunter Anmol, in Untersuchungshaft.
Vorläufige Anklageschrift beim Gericht eingereicht
Das IO gab im Challan an, dass sich während der Ermittlungen herausstellte, dass die Hauptverdächtige von ihrem Ex-Mann Rana Nasir gelernt hatte, Betäubungsmittel (Kokain) herzustellen. Nach ihrer Trennung soll sie über ihre Komplizen ein eigenes Drogenhandelsnetzwerk in Nobelvierteln sowie unter Universitäts- und Schülern sowie auf Partys aufgebaut haben.
In den ersten Tagen schmuggelte Pinky mit Hilfe ihrer Komplizin Sabra Drogen von Lahore nach Karachi mit lokalen Bussen, wofür sie Sabra 50.000 Rupien pro Fahrt bezahlte. Nachdem Pinkys Bankkonten jedoch in einem von der Anti-Narcotics Force im Jahr 2019 registrierten Fall eingefroren wurden, eröffnete sie angeblich auf Sabras Namen Bankkonten, die für drogenbezogene Transaktionen verwendet wurden.
Das IO erklärte weiter, dass zum Zeitpunkt ihrer Festnahme auch Schecks mit Sabras Namen bei Pinky sichergestellt wurden. Als Sabra jedoch 2024 in einem Drogenfall in Lahore verhaftet wurde, rekrutierte Pinky Humaira angeblich für den Drogenhandel. Nach Angaben des IO transportierte Humaira früher Drogen durch Drogenfahrer nach Karatschi und erhielt dafür 60.000 Rupien. Er fügte hinzu, dass dies auch durch Telefongespräche bestätigt worden sei. Pinky zahlte außerdem 70.000 Rupien an ihre andere Komplizin Aina, die ihr Netzwerk nutzte, um Kunden in Karatschi mit Medikamenten aus Lahore zu beliefern.
Bezüglich der Vorgehensweise behauptete das IO, dass der Hauptverdächtige Online-Plattformen, darunter WhatsApp, für den Drogenhandel genutzt habe. Wenn Käufer Medikamente benötigten, würden sie Pinky über WhatsApp kontaktieren und sie bitten, die Zahlung auf die Bankkonten ihres Komplizen Zeeshan und seines Bruders Sohail zu überweisen. Nachdem die Transaktion abgeschlossen war, teilte Zeeshan den Screenshot zur Bestätigung mit Pinky.
Es wurde auch bekannt, dass ein Fahrer namens Sameer, der in einem bei der Polizeistation Darkhshan registrierten Fall festgenommen worden war, von Pinky ebenfalls Bankkonten in seinem Namen eröffnet hatte. Das IO erklärte weiter, dass die mit diesen Konten verknüpften Geldautomatenkarten weiterhin im Besitz von Pinky seien. Während des Verhörs gaben Zeeshan und Sohail bekannt, dass Pinkys Bruder Nasir früher in ihrem Geschäft gearbeitet hatte.
Sie gaben weiter an, dass sie nach Erhalt ihres Anteils die angeblichen Drogenerlöse auf die genannten Konten überwiesen hätten. Das IO verhörte auch Sameer, der offenlegte, dass er auf Anweisung des Hauptverdächtigen Drogen lieferte. Das IO erklärte weiter, dass Pinky von 2018 bis 2026 in insgesamt 27 in Punjab und auf Polizeistationen in Karatschi registrierten Fällen angeklagt worden sei. Darüber hinaus seien Pinkys vier Brüder angeblich auch in neun in Lahore und Karatschi registrierten Fällen angeklagt worden.
In der Zwischenzeit gab das IO an, dass Pinky angeblich Kokain in Schachteln verkauft habe, die mit ihrem Namen beschriftet waren, wobei sie 20.000 Rupien pro Gramm für die „einfache“ Kategorie und 40.000 Rupien pro Gramm für die „goldene“ Kategorie verlangte. Bei der Erwähnung zweier ihrer Konten, die im Zusammenhang mit dem Fall von der Anti-Narcotics Force eingefroren wurden, stellte sich heraus, dass ein Konto in Lahore ein Gesamtguthaben von über 60 Millionen Rupien aufwies, während das zweite Konto ein Gesamtguthaben von 218.511 Rupien aufwies.
Später, am Montag, vertagte das Gericht die Anhörung zu einem Antrag auf Erlaubnis zur Aufzeichnung der Stimmproben von Verdächtigen im Drogenfall, da der Verteidiger nicht erschien. Die Angelegenheit wurde für den 20. Juni festgelegt.
Veröffentlicht in Dawn, 16. Juni 2026
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