Laut einer Rangliste des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) der Vereinten Nationen ist die Schweiz das Land mit dem höchsten HDI der Welt (0,967). Denis Balibouse/Reuters Laut Hochrechnungen des Forschungsinstituts gsf.bern lehnten die Schweizer die populäre Anti-Einwanderungsinitiative der radikalen Rechten ab, die darauf abzielte, die Bevölkerungszahl des Landes zu begrenzen. Die als sehr knapp angekündigte Abstimmung hätte mit einem „Nein“-Sieg von 55 % geendet, so die Prognose von gsf.bern, die 30 Minuten nach Schließung der Wahlzonen veröffentlicht wurde. „Wir sind sehr erleichtert und glücklich. Es ist ein wichtiges Ergebnis für unser Land und für unsere Beziehungen zur EU“, erklärte die Direktorin der Arbeitgeberorganisation Economiesuisse, Monika Rühl, im öffentlich-rechtlichen Sender RTS. Die Regierung, das Parlament, die wichtigsten politischen Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgeber waren gegen die Maßnahme. Jetzt auf g1 Im Falle einer Verabschiedung könnte die Maßnahme die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union, ihrem wichtigsten Handelspartner, gefährden, mit dem sie enge Wirtschaftsbeziehungen unterhält, obwohl sie nicht Mitglied der Union ist. Der von der Demokratischen Union des Zentrums (UDC, radikale Rechte), der größten Partei des Landes, vorgelegte Text zielte darauf ab, die Einwanderung zu begrenzen, um zu verhindern, dass die ständige Bevölkerung bis 2050 10 Millionen Menschen übersteigt. In der Schweiz machen Ausländer mehr als 25 % der Bevölkerung aus. Nach Ansicht der Befürworter des Textes soll die Initiative einen Mangel an Wohnraum, steigende Mieten, eine außer Kontrolle geratene Urbanisierung, Staus, überfüllte Züge, eine Zunahme der Kriminalität, ein Gesundheitssystem am Limit und eine niedrige Qualität der Bildung vermeiden. In einem weiteren Referendum stimmten die Schweizer ersten Schätzungen zufolge dem vorgeschlagenen Gesetz zur Verschärfung des Zugangs zum öffentlichen Dienst zu, obwohl der Krieg in der Ukraine und geopolitische Spannungen mehrere Länder dazu veranlassten, ihre Armeen zu verstärken.