Anfang Juni kam der Film „The Christophers“ des britischen Regisseurs Steven Soderbergh in Europa in die Kinos. Die Hauptrolle des brillanten Künstlers, der schon lange mit dem Schreiben aufgehört hat, spielte der 87-jährige Sir Ian McKellen. Seine Assistentin (ebenfalls Künstlerin), die mit den Erben des Meisters unter einer Decke steckte, wurde von Mikayla Cole gespielt. Die Macher einer vielschichtigen Betrugsgeschichte werfen letztlich Fragen nach dem Wesen der Kreativität auf. Der Filmkritiker Anton Dolin erzählt, wie das von McKellen geschaffene kollektive Bild des Genies des 20. Jahrhunderts im Weltkino bleiben wird – in Zeiten, in denen die Prototypen der Figur (zum Beispiel der britische Künstler David Hockney) beginnen, uns zu verlassen.