Die Bundeseinfuhrsteuer auf Pakete wurde Mitte Mai abgeschafft Nationale Zeitung Nach Angaben des Bundesfinanzsekretariats hat die Regierung von Januar bis Mitte Mai Einfuhrsteuern in Höhe von 2,13 Milliarden R$ aus internationalen Bestellungen eingezogen. Der Betrag floss noch in diesem Jahr in die Staatskasse, bevor mitten im Wahlkampf die sogenannte „Blusensteuer“ abgeschafft wurde. Im Vergleich zu den ersten fünf Monaten des Vorjahres mit mehr Tagen (bezogen auf den gesamten Mai 2025) ergab sich ein Anstieg von 15,4 %. In diesem Zeitraum wurden 1,84 Milliarden R$ aus der Steuer eingenommen. Im Jahr 2025 sammelte das Bundesfinanzamt 5 Milliarden R$ aus dieser Steuer ein, ein Rekord. ➡️Trotz des Endes der Einfuhrsteuererhebung durch die Bundesregierung besteuern die Bundesstaaten weiterhin Importe mit geringem Wert über die Tax on Circulation of Goods and Services (ICMS), mit einem Satz zwischen 17 % und 20 %. ➡️Umstritten: Die „Blusensteuer“ wurde von brasilianischen Verbrauchern vor allem deshalb abgelehnt, weil sie geringwertige beliebte Produkte verteuerte und die Attraktivität internationaler Plattformen verringerte. Kritiker argumentierten, dass internationale Touristen durch die Nichtzahlung der Steuer im Vorteil seien. Von g1 befragte Experten gaben an, dass sich das Ende der Steuer unmittelbar auf die Preise auswirkte. In der Praxis wirkt sich die Maßnahme direkt auf internationale Käufe aus, die auf Plattformen wie Shein, Shopee und AliExpress getätigt werden. Regierung beendet die „Blusensteuer“: Was nun? Wie war der Preis für die Blusen? ➡️Im August 2024 begann die Regierung nach Zustimmung des Nationalkongresses, eine Einfuhrsteuer von 20 % auf internationale Einkäufe bis zu 50 US-Dollar zu erheben, die bis dahin für Unternehmen im Rahmen des Conform Remittance-Programms befreit waren. 🔎Die Besteuerung war eine Reaktion der Regierung und des Kongresses auf einen Antrag von Teilen der nationalen Industrie nach dem Anstieg digitaler Käufe während der Pandemie und angesichts der unterschiedlichen Steuerbelastung zwischen inländischen und auf Online-Plattformen importierten Produkten. ➡️Präsident Luiz Inácio Lula da Silva genehmigte damals den vom Gesetzgeber genehmigten Text, obwohl er die Entscheidung als „irrational“ eingestuft hatte. Die Maßnahme wurde von der brasilianischen Industrie verteidigt. Exekutivsekretär für Finanzen, Dario Durigan. Diogo Zacarias/Finanzministerium Der produktive Sektor verteidigte die Steuer ➡️ Die Beibehaltung der „Blusensteuer“ wurde vom Vizepräsidenten der Republik und damaligen Entwicklungsminister Geraldo Alckmin verteidigt, um die nationale Industrie von Produkten mit geringem Wert zu verteidigen. In einem Manifest verteidigten auch Vertreter des produzierenden Gewerbes, des Handels und des Einzelhandels seine Beständigkeit. Sie sagten, die Maßnahme schaffe nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Vorteile für den Verbraucher. „Der Verbraucher profitierte auch von der Verringerung der Steuerungleichheit zwischen internationalen E-Commerce-Plattformen und dem nationalen Produktionssektor. Im Textil-, Bekleidungs- und Schuhsektor beispielsweise ist die Inflation die niedrigste unter den IPCA-Artikeln seit Juli 1994, dem Beginn des Realplans“, heißt es im Manifest.