KARATSCHI: Mehrere Personen wurden festgenommen, weil sie an einer Kundgebung zur Unterstützung des MQM-Gründers Altaf Hussain in der Arif Jiyeja-Straße in Karatschi teilgenommen hatten, wie am Freitag bekannt wurde. Der erste Informationsbericht (FIR), von dem eine Kopie bei Dawn erhältlich ist, wurde am Donnerstag registriert und unterliegt den Abschnitten 153-A (Förderung der Feindschaft zwischen verschiedenen Gruppen) und 34 (Handlungen mehrerer Personen zur Förderung einer gemeinsamen Absicht) des pakistanischen Strafgesetzbuchs (PPC). Es nominierte 11 Personen und sagte, dass Polizeibeamter Deedar Ali während seines Streifendienstes einige Leute gesehen habe, die eine Gruppe bildeten, Parolen zu Gunsten von Hussain skandierten und Fahnen mit der Aufschrift „Jiye Altaf“ und „48. Gründungstag APMSO“ trugen. Hussains politische Karriere begann während seiner Studienzeit an der Universität Karachi (KU), als er und Azeem Ahmed Tariq die All-Pakistan Mohajir Students Organization (APMSO) gründeten. Nach Angaben der FIR sagte der Polizist, die Slogans würden „Spannungen und Feindseligkeit“ hervorrufen und politische Parteien in der Region aufstacheln, was darauf hindeutet, dass die Situation weiter eskalieren könnte. Daher wurden Polizeimobile und Polizeipersonal gerufen, um die Demonstranten zu umzingeln und anschließend elf Personen festzunehmen. Andererseits behauptete das MQM in einer Erklärung, seine Mitarbeiter seien bei einer „Razzia in einem Büro“ im I.I. festgenommen worden. Chundrigar Road behauptete, das Büro habe „keine Verbindung zu MQM oder seinen Aktivitäten“. Außerdem forderte sie die Freilassung der Festgenommenen. Der MQM unter Hussain wurde vorgeworfen, gewalttätige Taktiken anzuwenden, um politische Macht zu erlangen und zu behalten. Im Gegenteil behauptete Hussain, dass der Staat und andere politische Parteien MQM und seine Mitarbeiter seit seiner Gründung ins Visier genommen hätten. Der endgültige Untergang des sogenannten MQM erfolgte, nachdem Hussain im August 2016 eine aufrührerische Rede gehalten hatte, in der er nicht nur Parolen gegen Pakistan erhob, sondern das Land auch als „ein Krebsgeschwür für die ganze Welt“ bezeichnete. Stunden nach der Rede hatten MQM-Mitarbeiter das Büro von ARY News in Karatschi angegriffen. Die Behörden leiteten nach der Rede ein scharfes Vorgehen ein und das MQM-Hauptquartier in Karatschi sowie Hussains Wohnsitz in Azizabad wurden versiegelt. Später distanzierten sich Hussains eigene Parteiführer in Pakistan von ihm und strichen seinen Namen aus der Parteiverfassung.