Tukan wird beim Essen von Brot und Keksen gefilmt und Tierarzt warnt vor Risiken für das Tier
⚡ Kurzzusammenfassung
Tukan wird beim Essen von Brot und Keksen gefilmt und Tierarzt warnt vor Risiken für das Tier Ein Video zeigte Menschen, die an diesem Donnerstagmorgen (11) in einem Großhandelsgeschäft in Campinas (SP) einen Tukan mit Brot, Keksen und Tomaten füttern.
Tukan wird beim Essen von Brot und Keksen gefilmt und Tierarzt warnt vor Risiken für das Tier
Ein Video zeigte Menschen, die an diesem Donnerstagmorgen (11) in einem Großhandelsgeschäft in Campinas (SP) einen Tukan mit Brot, Keksen und Tomaten füttern. Obwohl es harmlos erscheinen mag, ist diese Praxis gesetzlich verboten und kann ernsthafte Risiken für die Gesundheit von Wildvögeln mit sich bringen.
Laut dem Tierarzt Rodrigo Luiz Domingues sind Tukane Allesfresser und sollten keine hochverarbeiteten Lebensmittel zu sich nehmen.
„Es darf nichts angeboten werden, was vom Menschen verarbeitet wird, etwa Brot, Kekse, gewürztes Fleisch oder gar kulinarisch zubereitete Lebensmittel. Das ist äußerst schädlich und kann zu einer Lebensmittelvergiftung bis hin zum Tod des Tieres führen“, erklärt er.
Der Experte betont, dass der Tukan zwar Tomaten verzehren könne, das Futter jedoch ausschließlich in natura, also frisch und ohne jegliche Gewürze oder Konservierungsstoffe, angeboten werden dürfe.
„Tomaten sind eine Frucht und können Teil der Ernährung sein, solange sie natürlich sind, ohne Zubereitung oder Zusatz von Substanzen“, erklärt er.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gefahr der Abhängigkeit durch menschliche Eingriffe. Laut dem Tierarzt führt die Fütterung von Wildtieren dazu, dass sie nicht mehr in der Natur nach Nahrung suchen, was ihr Überleben gefährden kann.
„Wenn sich das Tier an einen einfachen Futterplatz gewöhnt, wird es darauf angewiesen. Wenn das Futter nicht mehr verfügbar ist, kann es sich möglicherweise nicht mehr an die natürliche Umgebung anpassen“, warnt er.
Was fressen Tukane?
In der Natur hat der Tukan eine abwechslungsreiche Ernährung, zu der Früchte, Samen, Würmer und sogar die Küken anderer Vögel gehören.
Der Fachmann bekräftigt die Forderung, der Bevölkerung keine Essensreste oder Süßigkeiten anzubieten.
„Was für uns lecker ist, kann für die Tierwelt äußerst schädlich und sogar tödlich sein“, schließt er.
Tucano wird in einem Großmarkt in Campinas mit Brot, Keksen und Tomaten gefüttert
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