Punjab verbraucht überschüssiges Wasser, da in Sindh und Belutschistan große Wasserknappheit herrscht
⚡ Kurzzusammenfassung
LARKANA: Die Wasserknappheit in Sindh und Belutschistan verschärft sich, da Punjab weiterhin überschüssiges Wasser bezieht, was die landwirtschaftlichen Aktivitäten und die Trinkwasserversorgung der flussabwärts gelegenen Provinzen gefährdet.
LARKANA: Die Wasserknappheit in Sindh und Belutschistan verschärft sich, da Punjab weiterhin überschüssiges Wasser bezieht, was die landwirtschaftlichen Aktivitäten und die Trinkwasserversorgung der flussabwärts gelegenen Provinzen gefährdet.
Nach Angaben des Sukkur Barrage Control Room vom Mittwoch wurde der gesamte stromaufwärts gelegene Zufluss am Sukkur Barrage bei 50.620 Cusecs registriert, während die Gesamtentnahme bei 32.120 Cusecs lag.
Quellen des Bewässerungsministeriums und Vertreter von Erzeugern und Müllern gaben an, dass die gesamte Wasserzuteilung für die sieben Kanäle Sindhs 53.200 Cusecs beträgt. Bei einem tatsächlichen Angebot von nur 32.120 Cusecs sieht sich Sindh mit einem Gesamtmangel von 21.080 Cusecs oder 39,6 Prozent konfrontiert.
Im Gegensatz dazu entnehmen flussaufwärts gelegene Staustufen und Kanalsysteme im Punjab weiterhin deutlich mehr Wasser als ihnen zugeteilt wird. Bei einer Zuteilung von 44.000 Cusecs zieht Punjab derzeit 53.394 Cusecs in Anspruch – ein Überschuss von 9.394 Cusecs oder 21,35 Prozent. Diese anhaltende Überentnahme verringert direkt die Wasserverfügbarkeit flussabwärts.
Staudamm- und Kanalausfälle
Die Daten zur Wasserverteilung in wichtigen Kanalsystemen zeichnen ein kritisches Bild:
Kanäle am rechten Ufer (Sukkur-Staudamm): Nordwestkanal (NW): Erhalt von 2.100 Cusecs bei einer Zuteilung von 4.260 Cusecs (50,7 Prozent Mangel). Reiskanal: Erhalt von 5.300 Cusecs bei einer Zuteilung von 8.700 Cusecs (39,1 Prozent Mangel). Dadu-Kanal: Erhalt von nur 860 Cusecs bei einer Zuteilung von 5.997 cusecs, was mit 85,7 Prozent das kritischste Defizit darstellt.
Kanäle am linken Ufer und Kotri-Staudamm: Nara-Kanal: Erhalt von 8.820 Cusecs bei einer Zuteilung von 13.037 Cusecs (32,3 Prozent Mangel). Khairpur Feeder East: Erhalt von 1.440 Cusecs bei einer Zuteilung von 2.150 Cusecs (33 Prozent Mangel). Cusecs (32,2 Prozent Mangel). Khairpur Feeder West: Erhalt von 1.160 Cusecs bei einer Zuteilung von 3.525 Cusecs (67,1 Prozent Mangel). Kotri Barrage: Erhalt von 11.905 Cusecs bei einer Zuteilung von 26.900 Cusecs (55,74 Prozent Mangel).
Auswirkungen auf Belutschistan
Gemäß dem Wasseraufteilungsabkommen von 1991 hat Belutschistan Anspruch auf 2.200 Cusecs durch den Nordwestkanal. Da jedoch das Gesamtangebot im Nordwestkanal auf 2.100 Cusecs gesunken ist, erhält Belutschistan weniger als den zugeteilten Anteil.
Vor dem Abkommen von 1991 betrug der Anteil Belutschistans 451 Cusecs. Im Lichte des Abkommens der Indus River System Authority (Irsa) leitet Sindh nun die geänderten 2.200 Cusecs an die Nachbarprovinz weiter. Die Ströme werden am Garang Cross Regulator überwacht, der sich an der RD-102 des Khirthar/Nordwestkanals nahe der Grenze zwischen Sindh und Belutschistan befindet und als primärer Kontroll- und Messpunkt zwischen den Provinzen dient.
Offizielle Forderungen nach gerechter Verteilung
Gut informierte Quellen bestätigten, dass Bewässerungsbeamte das schwere Defizit am Mittwoch dem Chefingenieur der Barrage Management Unit offiziell mitgeteilt haben.
In der Korrespondenz wurde hervorgehoben, dass der Mangel von 85,7 Prozent im Dadu-Kanal und der Mangel von 50,7 Prozent im Nordwestkanal die Distrikte Larkana, Shikarpur und Qambar-Shahdadkot sowie die flussabwärts gelegenen Gebiete in Belutschistan stark beeinträchtigen.
In der Mitteilung, die auch an den Bewässerungsminister Sindh, den (technischen) Bewässerungsminister und den Regulierungsdirektor geschickt wurde, wurden sofortige Schritte zur Gewährleistung einer gerechten Verteilung gefordert. Beamte warnten, dass die derzeitige Knappheit eine akute Bedrohung für saisonale Nutzpflanzen, insbesondere für die Reisproduktion, darstelle.
Agrarökonomische Bedrohung für Larkana
Die Wasserkrise bedroht einen wichtigen Wirtschaftsstandort. Laut Khair Muhammed Shaikh, Präsident der Industrie- und Handelskammer von Larkana (LCCI), ist die Division Larkana eine führende Reisanbauregion.
„Allein der Distrikt Larkana produziert jährlich rund 242.000 Tonnen Reis. Allein aus der Reisproduktion steuert die Abteilung jährlich etwa 90 Milliarden Rupien an Devisen bei. Darüber hinaus befinden sich von den 650 Reismühlen in Sindh fast 500 in der Region Larkana, was ihre zentrale Rolle in der Agrarverarbeitung und im Handel unterstreicht.“
Veröffentlicht in Dawn, 11. Juni 2026
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