Ein neuer Ebola-Verdachtsfall wird vom State Department of Health und dem Professor Alexandre Vranjac Epidemiological Surveillance Center (CVE-SP) untersucht. Nach Angaben des Sekretariats handelt es sich bei der Patientin um eine 31-jährige Brasilianerin, die zuletzt in der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo arbeitete. Das Land erlebt einen Ausbruch der Krankheit, die von der Weltgesundheitsorganisation als von internationaler Bedeutung eingestuft wird. Verwandte Neuigkeiten: Die Demokratische Republik Kongo bestätigt 71 weitere Ebola-Fälle. Rio: Belgier positiv auf Malaria getestet, aber Fiocruz schließt Ebola nicht aus. Patient in SP mit Verdacht auf Ebola-Test positiv auf Meningitis. Sie kam am 6. Juni in Brasilien an und an diesem Dienstag (9.) zeigten sie Symptome wie Durchfall und Fieber und suchten einen privaten Gesundheitsdienst auf. Heute Morgen (10) wurde sie an das Institut für Infektionskrankheiten Emílio Ribas (IIER) verlegt, eine nationale Referenz für vermutete oder bestätigte Fälle der Krankheit. Nach Angaben des Sekretariats ist der Patient stabil und bleibt in einem Isolationsbett, wobei die für solche Situationen vorgesehenen Biosicherheitsprotokolle befolgt werden. Es wurde bereits ein Schnelltest auf Malaria durchgeführt, der ein negatives Ergebnis ergab. Bisher gibt es keinen Labornachweis einer Ebola-Virus-Erkrankung. Die Analysen werden vom Adolfo Lutz Institut (IAL) durchgeführt. Dies ist der zweite Ebola-Verdachtsfall im Bundesstaat São Paulo. Im ersten Fall, an dem ein 37-jähriger Mann aus der Demokratischen Republik Kongo beteiligt war, wurde Ebola untersucht und ausgeschlossen. Bei den Analysen dieses Patienten wurde das Vorhandensein eines Bakteriums festgestellt, das eine Meningokokken-Meningitis verursacht. Nach Angaben des Sekretariats befindet sich dieser Patient weiterhin im Krankenhaus Emílio Ribas und befindet sich in einem günstigen Gesundheitszustand. Ebola Die Ebola-Virus-Krankheit ist eine schwere Infektion, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Eine Infektion erfolgt durch direkten oder indirekten Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten oder Sekreten (Kot, Urin, Speichel, Sperma) infizierter Personen, jedoch nur, wenn diese Symptome zeigen. Das Virus wird nicht über die Luft übertragen. Nach Angaben der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) weist die Krankheit im Allgemeinen eine hohe Sterblichkeitsrate auf, beim aktuellen Ebola-Ausbruch schwankt diese Rate jedoch zwischen 55 % und 60 %. Das Ebola-Virus trat erstmals 1976 in einem Dorf in der Nähe des Ebola-Flusses in der Demokratischen Republik Kongo (ehemals Zaire) auf. Seit ihrer Entdeckung kam es in verschiedenen Teilen Afrikas zu mehreren Ausbrüchen der Krankheit. Bisher gab es in Brasilien keine bestätigten Ebola-Fälle.