Im Jahr 2026 veröffentlichte der Verlag Corpus die erste Biografie der Philosophin Hannah Arendt in russischer Sprache. Ihr Autor, der Philosophiehistoriker Thomas Mayer, geht dabei nicht auf längst erzählte Geschichten ein (zum Beispiel interessiert ihn Arendts Affäre mit ihrem Lehrer Martin Heidegger überhaupt nicht), sondern rekonstruiert akribisch anhand von Dokumenten die Ereignisse in ihrem Leben nach der Emigration aus Deutschland nach Frankreich. Die Autorin glaubt, dass Arendts persönliche Erfahrung in dieser Zeit dazu beigetragen hat, ihre Schlüsselideen zu formen, auf die wir uns noch heute beziehen. Der Literaturkritiker Alex Mesropov spricht über das Buch.