Nelita Frank (PT), Kandidatin für die Regierung von Roraima, im Studio, in dem das Interview mit g1 Roraima stattfindet. Nalu Cardoso/g1 RR Die Kandidatin für die Regierung von Roraima bei den Zusatzwahlen, Nelita Frank (PT), nahm an diesem Dienstagnachmittag (9) in Boa Vista an einer von g1 geförderten Anhörung teil. Während des Interviews erläuterte der Soziologe die Hauptachsen des Regierungsplans und konzentrierte sich dabei auf die Bereiche Umwelt und bäuerliche Familienbetriebe. Die zentralen Themen drehten sich um die Vorschläge der Nelita-Regierung für den Staat. Sie schlug ein nachhaltiges Entwicklungsmodell vor, das Wirtschaftswachstum mit Respekt vor der Umwelt und dem Wissen der lokalen Bevölkerung und indigenen Völker verbindet. Themen wie Verbesserungen im Gesundheitssektor, etwa die Dezentralisierung der Neugeborenenversorgung und die Eröffnung regionaler Polikliniken, Ernährungssicherheit, Förderung von bäuerlichen Familienbetrieben, Bildung, Sicherheit und Staatsbürgerschaft wurden ebenfalls angesprochen. Bekämpfung der Entwaldung Auf die Frage nach Plänen zur Verringerung der Auswirkungen schwerer Dürren und Überschwemmungen in Roraima brachte Nelita Frank Klimanotfälle mit einem Umweltungleichgewicht in Verbindung. Dem Kandidaten zufolge hat der Staat im letzten Jahrzehnt einen großen Teil seiner Vegetationsdecke verloren und muss dringend eine Umkehr der Situation herbeiführen. Als Lösung schlug der Soziologe die Schaffung von Regierungsprojekten vor, die sich auf die Sensibilisierung, Wiederaufforstung, Wiederherstellung degradierter Gebiete und nachhaltige Bewirtschaftung konzentrieren. Sie betonte, dass der Erhalt des Waldes keine ausschließliche Angelegenheit traditioneller Gemeinschaften sei, sondern eine Notwendigkeit für die öffentliche Gesundheit und das Überleben der Gesellschaft als Ganzes. „Wir müssen den Wald am Leben erhalten, denn er dient nicht nur den Ureinwohnern oder Landarbeitern, sondern auch unserem Überleben, auch als Stadtbevölkerung. Wenn wir Brände haben, leiden alle unter großen Überschwemmungen. Das ist das Ergebnis eines Umweltungleichgewichts“, warnte Nelita. Der PT-Kandidat kritisierte auch den ungeordneten Vormarsch der Agrarindustrie in Roraima. Sie wies darauf hin, dass die Ausweitung großer Feldfrüchte in Kombination mit dem Versprühen von Pestiziden die Regenerationsfähigkeit der Natur verringert und die Flüsse geschädigt habe, die als Nahrungs- und Einkommensquelle für die Anwohner dienen. Bekämpfung des illegalen Bergbaus Bezüglich der Inspektion des illegalen Goldabbaus in Roraima erklärte der Kandidat, dass die Landesregierung in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung handeln und alternative Einnahmequellen vorschlagen müsse, um zu verhindern, dass sich noch mehr Menschen an der Aktivität beteiligen. Nelitas zentraler Vorschlag besteht darin, sich auf den im Bergbau ausgebeuteten Arbeiter zu konzentrieren und ihm neue Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten zu bieten, um die Arbeitskräfte zu leeren. „Es gibt Arbeiter, denen der Bergbau nicht gehört und die nicht den großen Gewinn erzielen, was zum Nachteil des Lebens der Ureinwohner und zur Schädigung der Umwelt führt“, erklärte er. „Der Staat kann handeln, indem er Alternativen schafft, damit diese hart arbeitenden Menschen ihren Lebensunterhalt anders verdienen können, als ihr eigenes Leben dieser Situation [dem Bergbau] auszusetzen“, erklärte Nelita Frank. Aktualisierung*