Öffentliche Verkehrsmittel in Campo Grande. Rathaus von Campo Grande/Offenlegung Die in Campo Grande eingesetzte Sonderkommission zur Untersuchung von Unregelmäßigkeiten im öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt schloss die Analysen im Zusammenhang mit der Bereitstellung des Dienstes durch das Guaicurus-Konsortium ab. Der Bericht hebt Betriebsunregelmäßigkeiten hervor, die als sehr schwerwiegend gelten, wie etwa die Alterung der Flotte, das Fehlen einer Pflichtversicherung und 22.000 Verkehrsverstöße, die zwischen 2021 und 2025 registriert wurden. G1 hatte Zugriff auf das Dokument, das einen vorübergehenden administrativen Eingriff in die Konzession empfiehlt, um „die Mängel zu beheben und die Verantwortlichkeiten endgültig festzulegen“. ✅ Klicken Sie hier, um dem g1 MS-Kanal auf WhatsApp zu folgen g1 kontaktierte das Rathaus von Campo Grande, erhielt jedoch bis zur letzten Aktualisierung dieses Berichts keine Antwort. Sehen Sie sich unten die wichtigsten Anmerkungen der Kommission an: Betriebsunregelmäßigkeiten Zwischen 2021 und 2025 registrierte die Städtische Transport- und Verkehrsbehörde (Agetran) fast 22.000 Bußgelder gegen das Konsortium, wobei sich die Strafen im Laufe der Jahre immer weiter verschärften. Zu den Hauptereignissen gehören: Nichteinhaltung von Fahrplänen und verpasste Fahrten: Insgesamt mehr als 15.000 Vorfälle, die die Regelmäßigkeit des Dienstes beeinträchtigen. Unzureichende Ressourcen: Mangel an Reservefahrzeugen und Fahrern sowie das Fehlen der erforderlichen Sattelschlepper. Geräteausfälle: Defekte an Pflichtausrüstung, GPS, Passagierkontrollen und Kameras. Flottenzustand und Sicherheit Der Bericht weist auf eine fortschreitende Verschlechterung der Betriebsbedingungen hin: Flottenalter: Das Durchschnittsalter erreichte 7,6 Jahre und überschritt damit die in der Bekanntmachung festgelegte 5-Jahres-Grenze, wobei 98 Fahrzeuge eine Nutzungsdauer von mehr als 10 Jahren hatten. Nicht bestandene Inspektionen: Die Fehlerquote bei Sicherheitsinspektionen stieg von 5,4 % im Jahr 2020 auf 18,6 % im Jahr 2025. Schwerwiegende Ausfälle: Es wurde berichtet, dass Busse mit offenen Türen, unzureichenden Reifen und Rädern, defekten barrierefreien Aufzügen und häufigen mechanischen Pannen fuhren. Sperrungen: Seit Juni 2025 wurden 82 Fahrzeuge wegen fehlender obligatorischer Sicherheitskontrollen gesperrt Obligatorische Versicherung Die Kommission stellte fest, dass das Konsortium zwischen November 2016 und Juli 2025 den Abschluss und die Aufrechterhaltung einer obligatorischen Haftpflicht- und Kfz-Versicherung eingestellt hat. Diese fast neun Jahre andauernde Nichteinhaltung setzte die Benutzer Risiken ohne Versicherungsschutz aus und führte zu einer Geldstrafe von mehr als 12,2 Millionen R$. LESEN SIE AUCH Verstehen Sie, was der von den Gerichten festgelegte Eingriff in den Vertrag des Guaicurus-Konsortiums ist Fast 250 „ausgelaufene“ Busse sind noch immer im öffentlichen Nahverkehr in Campo Grande unterwegs Unterlassung von Informationen und vertraglichen Meilensteinen Für die Kommission gab es beim Guaicurus-Konsortium Mängel bei der Transparenz und dem Management des öffentlichen Transports: Nichtlieferung von Daten: Es fehlen die Ursprungs-Ziel-Matrix-Erhebung und Daten zur Messung des physikalischen Integrationskoeffizienten, die für die Systemplanung unerlässlich sind. Zurückhaltung von Finanzdaten: Systematische Nichtbereitstellung von Cashflows und Buchhaltungsinformationen, die von den Aufsichtsbehörden verlangt werden. Wirtschaftlich-finanzielle und Vermögenssituation Prüfungen, die den Zeitraum von 2016 bis 2024 abdeckten, deuteten auf finanzielle Fragilität und eine hohe Wertminderung des Nettovermögens hin, was dem Bericht zufolge ein Risiko für die Kontinuität des Dienstes darstelle. Darüber hinaus wurden Anzeichen von Unregelmäßigkeiten angeführt, wie zum Beispiel: Verkauf einer Immobilie für 14,4 Mio. R$ ohne ausreichende buchhalterische Klarheit. Verdächtige Finanzbewegungen von rund 32 Millionen R$ mit anderen Unternehmen. Wegfall von Rezepten seit 2012. Nach Angaben der Kommission beruhte der empfohlene Verwaltungseingriff auch auf der im Dezember 2025 erfolgten Einstellung des öffentlichen Verkehrsbetriebs. Verwaltungsintervention Die Kommission betont in dem Bericht, dass der Verwaltungseingriff den Charakter einer Bestrafung oder Kündigung des Vertrags habe, dass er jedoch das Ziel habe, die Kontinuität, Sicherheit und Angemessenheit der vom Guaicurus Consórcio erbrachten Dienstleistungen zu gewährleisten. Damit der Eingriff erfolgen kann, müssen Richtlinien befolgt werden, wie z. B. die Formalisierung durch einen Gemeindebeschluss, der einen Streithelfer benennen muss, der die Leitung des Vorgangs übernimmt. Nach dem Eingriff muss innerhalb von 30 Tagen ein konkretes Verwaltungsverfahren eingeleitet werden. Dem Bericht zufolge hat das Konsortium in diesem Stadium das Recht auf umfassende Verteidigung, um die Gründe für die Maßnahme und die Festlegung der Verantwortlichkeiten anzufechten. Intervention im Guaicurus-Konsortium Sehen Sie sich Videos aus Mato Grosso do Sul an: